Zellkommunikation und Reizverarbeitung

Ein kurzes Gedankenexperiment:

Sie sitzen vor dem Computer. Sicherlich auf einem Stuhl. Sie spüren, wie der Stoff gegen Ihren Rücken drückt. Sie blicken auf den Bildschirm und lesen diese Zeilen. Ihre Augen folgen den Worten. Sie sind sich der Finger bewusst, die die Tastatur steuern. Sie hören eine Vielzahl von Geräuschen, Autos, Nachbarn, Kinder, Vögel. Vielleicht Küchengerüche....

Wenn Sie ganz bewusst innehalten, würden Sie vielleicht hunderte weitere Sinneseindrücke wahrnehmen. Meist nehmen wir diese aber nicht wahr, weil in einem Teil des Gehirns der Thalamus wie ein Filter funktioniert. Wir werden uns nur der Sinnesreize bewusst, die im Moment wichtig sind. Wäre dieser Filter (Thalamus) nicht vorhanden, dann würde das Gehirn von Sinnesreizen bombardiert werden.

Welche Konsequenzen hätte dies für den Körper?

Das würde bedeuten, dass der Körper nicht mehr flexibel auf sich verändernde äussere und innere Einflüsse, Situationen und Anforderungen reagieren könnte.

Damit der Körper als komplexes System funktionieren kann, ist eine optimale Informationsverarbeitung wichtig. Sobald Informationen im Körper nicht mehr optimal fliessen, ist eine Anpassung an die Umwelt und eine effektive Verteidigung gegen Infektionen und Stress nur schwer möglich. Dies kann sich etwa in der Unfähigkeit sich zu entspannen, einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit, in Befindlichkeitsstörungen und Schmerzen zeigen.

Welche Rolle spielt der Schmerz?

Schmerz wird ebenfalls als Sinnesempfindung wahrgenommen. Er soll uns vor weiteren Verletzungen schützen. Wie schon erwähnt können Schmerzempfindungen hartnäckig andauern - eine Verminderung des Schmerzempfindens durch Gewöhnung tritt meist nicht ein. Der Schmerz verliert zunehmend seine Signal- und Warnfunktion und wird zu einer eigenständigen Krankheit - er wird chronisch.

Chronischer Schmerz und damit "alte" Verletzungen können aber unterschwellig "feuern" und somit das System bombardieren und überreizen.

Dieser Zustand verbraucht Energie (Atmung, Herz-Kreislauf, Verdauungsorgane), Steuerung (Hormone, Nervensystem, vegetatives Nerven­system) und Schutz (Immunsystem). Es kommt zunehmend zur Ermüdung und Erschöpfung. Diese Diskrepanz führt unweigerlich zu einem Missverhältnis zwischen In- und Output in der Kommunikation, welches zu weiteren Fehlabläufen im Körper und zur weiteren Chronifizierung führt.

Kann diese Chronifizierungsspirale durchbrochen werden?

Diagnostisch und therapeutisch sind folgende Fragen wichtig:

1. Was stresst den Körper so, dass er krank wird?

2. Wie wird der Körper wieder in ein regulatives Gleichgewicht mit einer verbesserten Kommunikation gebracht?

3. Wie kann die neurologische Ordnung und damit die Kommunikation wiederhergestellt werden?

4. Ist die Therapie prinzipiell wirkungsvoll oder verursacht sie weiteren Stress für den Körper?

Aus diesen Fragen leitet sich das weitere therapeutische Vorgehen ab.

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