Das Eisenmangelsyndrom

Welche Funktionen hat das Eisen im menschlichen Körper?

 Es ist allgemein bekannt, dass Eisen für die Blutbildung notwendig ist. Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport zuständig. Weitere weniger bekannte Funktionen sind beschrieben: Gesunderhaltung des Immunsystems, Abbau schädlicher freier Radikale, Hormonbildung und Energiegewinnung und vieles mehr. Nur 5% der Eisenmangelpatienten weisen eine Anämie auf!

 

Welche Folgen hat ein Eisenmangel für den Körper?

Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen sowie auch verminderte Leistungsfähigkeit lassen sich durch eine ungenügende Energiegewinnung in den Zellen gut erklären, wie dies bei Eisenmangel oft der Fall ist. Wenn die kleinen Energiekraftwerke in der Zelle (Mitochondrien), zu wenig Eisen erhalten, dann leiden die Zellen bald unter Energiemangel, und ihre Leistung fällt ab. Dies kann sich beispielsweise in einer mangelnden Hormonproduktion zeigen, so dass z.B. zu wenig Glückshormon (Serotonin) gebildet wird und der Betroffene eine Depression entwickelt.

 

Welche Symptome können beim Eisenmangelsyndrom auftreten?

Erschöpfungszustände, Konzentrationsstörungen, psychische Labilität, depressive Verstimmung, Schwindel, Schlafstörungen, Nackenverspannung, Kopfschmerzen, Haarausfall und Nagelbrüchigkeit.

 

Wie sieht der Therapieverlauf des Eisenmangelsyndroms aus?

Sollte z.B. eine Depression nach Eiseninfusionen verschwinden, kann man davon ausgehen, dass es sich vormals um eine Eisenmangel-Depression gehandelt hat. Analoge Aussagen ließen sich zu den anderen Symptomen machen.
Ziel der Therapie ist es, möglichst in kurzer Zeit die individuell notwendige Menge an Eisen zu infundieren, damit ein optimaler Therapieerfolg erwartet werden darf. Da es hierbei für einen raschen, nachhaltigen und gefahrlosen Erfolg auf Details ankommt, sind Kenntnisse im Advanced Iron Deficiency Syndrom Management (AIM = optimierte Behandlung von Eisenmangel) notwendig. Erst durch dessen Anwendung wird eine nachhaltige Erfolgsquote von (je nach Symptom) 50 bis 70% erreicht.
Das optimierte Diagnostik-, Therapie- und Präventionskonzept mit der Bezeichnung Advanced IDS Management (AIM) zielt darauf ab, ob die beklagten Symptome wirklich Folge eines Eisenmangels sind, oder ob sich dahinter eine schwere Erkrankung verbirgt.

 

Wie sieht der gesamte Ablauf einer Eisenbehandlung aus?

Verdachtsdiagnose:

- Clinical Score IDS (Fragebogen)

- Blutuntersuchung („Erschöpfungs-Screening")

 

Indikationsstellung:

- Erarbeitung der Basis für den Entscheid, Eiseninfusionen zu geben

- Ausschluss von Kontraindikationen

- Ausschluss von gefährlichen Krankheiten, die hinter den Symptomen stecken könnten

- Ausschluss von Krankheiten, die sich durch eine Eisenzufuhr verschlimmern

 

Rasche individuell dosierte intravenöse Aufsättigung:

- Bestimmung der individuell erforderlichen Eisenmenge
- Bestimmung der Zeitintervalle der Infusionen

 

Diagnosesicherung:

- Inwieweit waren die Symptome eisenmangelbedingt?
(Je mehr und schneller sich ein Symptom nach den Eiseninfusionen bessert, desto wahrscheinlicher war es durch Eisenmangel bedingt)

 

Beurteilung des Therapieerfolgs:

- Rückfall-Prophylaxe oder Einleitung einer individuellen Zweit-Linien-Therapie

 

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